Bruno Ulmi Stuppani – zu lange auf derselben Spur?

Im Fall Bondo stiess Inside Justiz immer wieder auf einen Namen: Bruno Ulmi Stuppani. Der leitende Bündner Staatsanwalt stellte die Untersuchung nach dem Tod von acht Berggängern zunächst ein. Das Bundesgericht zwang die Bündner Justiz zu weiteren Ermittlungen. Auch danach blieben Fragen zu Gutachtern, Beweisen und zur Anklage offen. Wer ist dieser Staatsanwalt? Die Spur führt zurück in den Kanton Uri – und zu einem der umstrittensten Strafverfahren der jüngeren…

Leitartikel zur Medienkonferenz der Aargauer Strafverfolger: Leute, hört auf, unseren Berufsstand zu blamieren

Die Aargauer Strafverfolgungsbehörden informieren professionell und erfrischend transparent über den Ermittlungsstand zu dem Schützen in Aarau. Verschiedene Journalisten hingegen blamieren unseren Berufsstand.

Leitartikel zum Raiffeisen-Case: Die verquere Sicht der Bünzli-Journalisten

Viele Medien fordern Verurteilungen im Raiffeisen-Komplex oder kritisieren die Beschuldigten scharf. INSIDE-JUSTIZ- Autor Lorenzo Winter hält das für Blödsinn.

Wenn 1.09 Franken auf Reisen gehen

Eine italienische Free-Flow-Maut von 1.09 Franken führt zu einer Forderung von sagenhaften 28.92 Franken – und zu einer bemerkenswerten Diskussion über Vollmachten, Verzug und den Preis einer nicht bezahlten Autobahnfahrt.

Gad ase – Für ein paar Bits persönlich nach Bern

Bundesgericht stoppt eine unzulässige doppelte Steuersicherung

Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 9C_106/2025 in Dreierbesetzung (Moser-Szeless, Parrino, Beusch) einen deutlichen rechtsstaatlichen Akzent gesetzt: Sind Vermögenswerte bereits durch die Abteilung Strafsachen und Untersuchungen (ASU) der ESTV beschlagnahmt und decken sie die mutmasslichen Steuerforderungen ab, kann die kantonale Steuerbehörde nicht dieselben Ansprüche zusätzlich mit steuerrechtlichen Sicherstellungsverfügungen absichern.

Die freie Geschlechterwahl als Boomerang

Eine Transfrau wird in Handschellen aus dem Frauen-Nacktbereich des Marzili-Bades abgeführt. Der Fall ist eine Konsequenz der neugeschaffenen Möglichkeit, sich durch Selbstdeklaration sein Geschlecht selbst auszusuchen.

Vom Bundesgericht abgewiesen, vom Parlament rehabilitiert

Der politische Durchbruch ist geschafft: Der Nationalrat hat am 1. Juni 2026 die Vorlage zur besseren Absicherung von Unternehmerinnen und Unternehmern in arbeitgeberähnlicher Stellung in der Arbeitslosenversicherung angenommen. In der Differenzbereinigung schloss sich die grosse Kammer ohne Gegenantrag dem Ständerat an. Dieser hatte in der Frühjahrssession zusätzliche Sicherungen gegen Missbrauch eingebaut. Das Geschäft 20.406 ist damit bereit für die Schlussabstimmung, die voraussichtlich am 19. Juni 2026 in beiden Räten stattfindet.

Der Fall Michael P.: Ein Vater kämpft um seine Tochter – und die KESB Hinwil verliert sich im Verfahren

Patrick Haller ist kein Einzelfall. Er ist ein Beispiel für ein altes, unangenehmes Muster: In eskalierten Trennungen reagiert der Staat oft sehr schnell, wenn gegen den Vater schwere Vorwürfe im Raum stehen. Viel langsamer reagiert er dort, wo der eigentliche Langzeitschaden entsteht: bei der schleichenden Zerstörung der Vater-Kind-Beziehung.

Osteopathie-Diplome: Bundesgericht stoppt Rotes Kreuz

Das Schweizerische Bundesgericht hat einem langjährigen Anerkennungsstreit um ausländische Osteopathie-Diplome ein Ende gesetzt. In einem wegweisenden Urteil (2C_80/2025) wurde die bisherige Praxis des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) scharf kritisiert. Das SRK hatte jahrelang ausländische Osteopathie-Diplome rein formal abgelehnt. Damit ist nun Schluss: Künftig muss die Behörde die Ausbildung von Fachkräften inhaltlich prüfen.