Eine US-Parlamentskommission hat am Donnerstag 23'000 Dokumente veröffentlicht, die Aufschluss darüber geben sollen, wie eng Präsident Donald Trump und der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sich wirklich standen. Vorläufiges Fazit: Viel näher als Trump stets sagte.
Monat: November 2025
Der Fall Block: Wenn Litigation-PR den Takt angibt
Im Fall Block stehen sich Christina Block, Unternehmerin aus der Hamburger Block-Familie, und ihr früherer Partner Stephan Hensel gegenüber. Im Kern geht es um die beiden jüngeren Kinder – strafrechtlich um die mutmassliche Entführung in der Silvesternacht 2023/24 vor dem Landgericht Hamburg, familienrechtlich um Sorgerecht und Umgang in Dänemark. Die Verfahren laufen parallel, nähren sich gegenseitig und verlagern den Konflikt regelmässig von der Aktenlage in die Öffentlichkeit.
„Der Richter ist kein Subsumtionsautomat“: Patrick Krauskopf über Macht, Medien und Litigation-PR
Litigation-PR ist in grossen Verfahren längst Teil der Strategie – nur die Schweiz tut oft so, als spiele sich Justiz im luftleeren Raum ab. Während Staatsanwaltschaften offensiv kommunizieren und Schlagzeilen Biografien prägen, bleiben Beschuldigte und ihre Anwälte meist stumm. Im Gespräch mit Inside-Justiz erklärt Wirtschaftsrechtsprofessor und Prozesskommunikationspionier Patrick L. Krauskopf, warum der Hamburger Fall Block als Lehrstück gelungener Litigation-PR taugt, der Fall Ignaz Walker zum Mahnmal für kommunikatives Versagen wird…
«Die Jagd nach Whistleblowern: Was bleibt vom Schweizer Quellenschutz?»
Quellenschutz ist kein Luxus, sondern Infrastruktur der Demokratie. Ohne ihn verstummen Whistleblower, werden Missstände unsichtbar, bleibt die Gesellschaft blind. Doch die Schweiz lebt seit Jahren mit einem Paradox: Die Justiz soll Geheimnisverrat ahnden, hat aber bei Leaks an Medien kaum prozessuale Werkzeuge – weil das Gesetz den Schutz extrem weit zieht. Staatsanwalt Damian K. Graf stellt diese Asymmetrie in seinem Beitrag auf Medialex ins Schaufenster und fordert eine präzise Korrektur.…
Die schriftliche Urteilsbegründung ist da: Verschulden des Bündner Vergewaltigungsrichters lediglich «leicht»
Das schriftliche Urteil des Regionalgerichts Plessur liegt vor. Es hält fest, dass das Verschulden des ehemaligen Verwaltungsrichters, der seine Praktikantin über Wochen bedrängt und schliesslich vergewaltigt hatte, als «leicht» einzustufen sei.
Schriftliches Churer Urteil: Befürchtungen bestätigt
Die Strafzumessung im Bünder Vergewaltigungsfall überzeugt auch in der schriftlichen Urteilsbegründung nicht, findet Lorenzo Winter in seinem Kommentar zu dem 139-seitigen Urteil.
