Das Brand-Drama in Crans-Montana hat viele juristische Debatten ausgelöst. INSIDE-JUSTIZ ordnet die Behauptungen und Gegenbehauptungen ein.
Monat: Januar 2026
Urteil im Fall Markus Roos: 5 Jahre Haft
Er wird verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 2 Tagen. 4. Markus Roos wird für die Dauer von fünf Jahren für jegliche selbständige und unselbständige Tätigkeit in der Rechtsberatungs-, Willensvollstreckung- und Treuhandbranche ein Berufsverbot erteilt. Es wird ihm insbesondere jegliche Vermögensverwaltung für Drittpersonen untersagt. Zudem wird ihm insbesondere verboten, sich von Dritten Vollmachten für Bankkonten ausstellen zu lassen oder Gelder und andere Vermögenswerte Dritter…
«Einbürgerung ist kein Gesinnungstest, sondern Rechtsanwendung»
Seit 2018 läuft das Einbürgerungsverfahren von Talal Aldroubi im Kanton Thurgau. Zuerst blockierte die Einbürgerungskommission Romanshorn, später verweigerte der Grosse Rat das Kantonsbürgerrecht mit 72 zu 42 Stimmen bei acht Enthaltungen. Die Vorwürfe: rund 11’500 Franken Alimentenbevorschussung, eine angeblich ungünstige wirtschaftliche Prognose und angeblich ungenügende Deutschkenntnisse. Das Bundesgericht qualifizierte diese Ablehnungsgründe 2023 als willkürlich; Romanshorn musste daraufhin das Gemeindebürgerrecht erteilen. Dennoch rollte die Thurgauer Justizkommission das Dossier nochmals auf –…
Der Fall Roos: Öffentlich verhandelt, öffentlich benannt, öffentlich beurteilt
Mit der öffentlichen Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht See-Gaster wurde im Fall Markus Roos eine Schwelle überschritten, die in der Schweizer Justizberichterstattung lange umstritten war: die Namensnennung. Nachdem Inside-Justiz bereits früh über den Beschuldigten berichtet hatte, ziehen nun auch etablierte Medien nach. Der Fall Roos ist damit nicht nur ein Strafprozess von erheblicher Tragweite, sondern auch ein Lehrstück über Transparenz, Medienfreiheit und die Frage, ab wann Öffentlichkeit geboten ist.
Ruben Anderegg – vom Unternehmer zum Kläger
Was ein grenzwertig agierender Staatsdiener in Gang setzte, endete für Ruben Anderegg im finanziellen Ruin – und mündete in einen Kampf gegen den Staat selbst. Aus dem Unternehmer wurde ein Kläger, aus einem Bauprojekt ein Grundsatzstreit. Der Fall Anderegg zeigt, wie Behördenhandeln Existenzen zerstören kann – und warum dieser Konflikt für den Kanton Bern noch teuer werden dürfte: nicht moralisch, sondern finanziell, in Millionenhöhe. Der folgende Beitrag ist der dritte…
