Skandal um TCS-Prüfer: Solothurner Ermittler verschleppten Untersuchung

Um den Jahreswechsel herum berichteten mehrere Zeitungen, darunter die NZZ und der Blick, von einer Korruptionsaffäre: Ein Netzwerk von Autohändlern und ein mutmasslich korrupter TCS-Prüfer stehen im Zentrum eines grösseren Betrugsskandals der Schweiz. Über dreizehn Jahre hinweg sollen mehr als 1332 Fahrzeuge in schlechtem Zustand durch Scheinprüfungen geschleust worden sein, um sie als verkehrstüchtig zu verkaufen. Fehler entstanden vor allem bei den Solothurner Behörden.

Aufarbeitung und Gerechtigkeit: Stefan Bischofs Kampf um Antworten

Nach Jahren des Schweigens setzt sich Stefan Bischof (*1989) für die Aufarbeitung der Missstände im Schulheim Michlenberg in Rehetobel ein. Mit Unterlagen aus dem Ausserrhoder Staatsarchiv und klaren Forderungen an die Verantwortlichen kämpft der Goldacher für Gerechtigkeit – und dafür, dass kein Kind jemals das erleben muss, was er durchgemacht hat.

Bundesanwalt fordert mehr Personal

Bundesanwalt Blätter schlägt in der Sonntagszeitung vom 5. Januar 2025. Er sieht die Innere Sicherheit der Schweiz als gefährdet an, wenn nicht mehr Staatsanwälte und Bundespolizisten eingestellt würden. Hintergrund der Forderung: Die Anzahl der geführten Terrorverfahren habe sich seit 2022 von rund 60 auf mittlerweilen 120 verdoppelt. Andere Bereiche, wie z.B. die organisierte Kriminalität, könnten deswegen nicht mit der geforderten Priorität behandelt werden.

Glarner Versagen: Vergewaltiger lief zehn Jahre frei herum

„Betrügen lohnt sich“ oder was macht Österreich besser?

Vergangene Woche wurde die Einführung einer Sammelklage im Nationalrat diskutiert. Es ist kein neues Instrument und mittlerweile fast in ganz Europa eingeführt, damit sich Konsument:innen besser wehren können. Dass es rechtlich sinnvoll für die Schweiz wäre, weiss auch die Gegnerschaft. Doch es könnte den Wirtschaftsinteressen der Konzerne schaden – deshalb stellen sich die bürgerlichen Parteien dagegen. Was macht Österreich besser als die Schweiz?

GR: Im Südosten der Schweiz nichts Neues

Der Filz lebt – und schützt sich selbst: Der Fall des Whistleblowers Adam Quadroni offenbart die engen Verflechtungen von Politik, Justiz und Polizei im Kanton Graubünden. Trotz scharfer Kritik und neuer Enthüllungen bleibt die Aufarbeitung des grössten Baukartell-Skandals der Schweiz unvollständig. Die Leidtragenden: Kritiker, Aufklärer und das Opfer Quadroni.

Brian Keller: Höhere Entschädigung wegen unmenschlicher Haftbedingungen

Brian Keller, der als einer der bekanntesten Ex-Häftlinge der Schweiz gilt, hat vom Kanton Zürich eine erhöhte Genugtuung von 4000 Franken zugesprochen erhalten. Das Zürcher Obergericht folgte damit einem früheren Urteil des Bundesgerichts, das die ursprüngliche Summe von 1000 Franken als ungenügend kritisiert hatte. Der Fall ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte des 29-Jährigen, die seit Jahren für Schlagzeilen sorgt. Was für Kosten hat Brian Keller bisher die Gesellschaft…

St. Galler Justiz am Limit – Der Fall Bad Rans

Der Fall um das geplante Hotelprojekt in Bad Rans zeigt, wie Betrüger die Überlastung der St. Galler Justiz ausnutzen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das ein Vier-Sterne-Hotel mit Kardiologiezentrum und Wellnessbereich umfassen sollte, endete in einem finanziellen Desaster. Millionen gingen verloren, zahlreiche Gläubigerinnen und Gläubiger warten noch immer auf ihr Geld, und die Verantwortlichen verzögern den Prozess seit über 14 Jahren.

Staatsanwalt Maye – Nicht mal ein Gerichtsprozess

Im August 2021 erschoss ein Polizist in Morges den Zürcher Roger Nzoy Willhelm. Nun hat der Staatsanwalt Laurent Maye das Ermittlungsverfahren geschlossen und entschieden keine Anklage zu erheben – als wäre er der Richter. Viele Fragen bleiben offen, viele ratlose Gesichter bleiben zurück und viele Leute kämpfen weiter.

Thurgauer Staatsanwaltschaft in der Kritik

Die Staatsanwaltschaft im Kanton Thurgau stand diese Woche gerade zwei Mal aus negativen Gründen im Fokus. In einem Fall musste die Gerichtsverhandlung abgebrochen werden. Im zweiten könnte es zum Freispruch wegen Verfahrensfehlern kommen.