Millionen-Veruntreuungen: Strafprozess gegen Toggenburger Anwalt Markus Roos erst 2026

Seit Jahren sorgt ein Fall im Toggenburg für Gesprächsstoff – in Dorfbeizen, in juristischen Kreisen und mittlerweile auch in der Politik. Im Zentrum steht der bekannte Anwalt Markus Roos aus Lichtensteig. Ihm wirft die St. Galler Staatsanwaltschaft vor, über Jahre hinweg Gelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben – aus Nachlässen, bei denen er als Willensvollstrecker eingesetzt war, und aus Firmen, in denen er als Verwaltungsrat oder Geschäftsführer agierte.

Kommentar: Wenn Einschüchterung Fakten ersetzen sollen

„Blocher, Hildebrand und Widmer-Schlumpf“ – ein Zeitdokument über Macht, Moral und miserables Krisenmanagement

Gelesen in einer hellen Polarnacht vor Spitzbergen, schlägt dieses Buch wie kalter Wind ins Gesicht: sauber geschrieben, akkurat, nachvollziehbar — und dennoch aufwühlend. Hermann Lei rekonstruiert die Hildebrand-Affäre nicht als verbeulter Medienmythos, sondern als Kaskade institutioneller Aussetzer, politischer Manöver und persönlicher Eitelkeiten. Wer danach noch meint, die Schweiz sei damals krisenfest gewesen, hat ein anderes Buch in der Hand.

EuGH-Urteil: Dieselgate lässt die Schweiz im toten Winkel

Während der Europäische Gerichtshof Millionen Dieselbesitzern in der EU neuen Hoffnung auf Entschädigung gibt, stehen die betroffenen Fahrzeughalter in der Schweiz weiterhin mit leeren Händen da. Ein Gerichtsurteil von historischer Tragweite offenbart eine tiefe Kluft im europäischen Verbraucherschutz – und wirft ein bezeichnendes Licht auf die juristische Isolation der Schweiz im Abgasskandal.

Wenn Loyalität das Gesetz ersetzt: Daniel C. Richman zur Glaubwürdigkeitskrise des US-Justizministeriums

Die Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erlebt unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump eine neue Wendung – nicht durch Enthüllungen, sondern durch den Umgang der Regierung mit öffentlichem Druck. Der renommierte Strafrechtsprofessor Daniel C. Richman (Columbia Law School), früherer Bundesstaatsanwalt im Southern District of New York, nimmt dies in einem aktuellen Guest Essay in der New York Times zum Anlass für eine fundamentale Kritik: Das Justizministerium…

Justiz im Schatten der Zweifel – Der Fall Zwahlen bleibt ein Mahnmal

Der Fall Christine Zwahlen – 1985 ermordet in Kehrsatz – hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Schweiz eingebrannt. Vierzig Jahre später ist der Justizskandal um ihren Ehemann Bruno Zwahlen nicht verklungen, sondern bleibt ein Symbol für mediale Dynamik, juristische Fehlleistungen – und eine Justiz, die am eigenen Anspruch scheiterte. Die jüngste Wiederaufnahme der Debatte durch die BERNER ZEITUNG und ZACKBUM.ch rückt zentrale Fragen erneut ins Licht: Hat die…

«DSG auf dem Prüfstand: Wenn Transparenz zur Strafsache wird»

Das Statthalteramt Bezirk Zürich bestrafte mittels Strafbefehl einen Unternehmensjuristen wegen der Verletzung der Auskunftspflicht nach dem neuen Datenschutzgesetz (DSG) in der Schweiz. Der Vorwurf: Die TX Group AG habe auf sein Auskunftsbegehren unvollständig oder falsch geantwortet – ein Verstoss gegen Artikel 60 Absatz 1 Buchstabe a des revidierten Datenschutzgesetzes (DSG). Der verantwortliche Konzernjurist wird zu einer Busse von 600 Franken und 430 Franken Verfahrenskosten verurteilt. Kein Eintrag ins Strafregister –…

«Ich wollte jemanden umbringen». Der Blick bringt News zur Tötung des 15-jährigen Mädchens in Berikon

Der BLICK berichtet heute Neues zu dem tragischen Tötungsdelikt aus Berikon. Am Muttertag hatte dort eine 14-jährige ihre ehemals beste Freundin mit einem Küchenmesser getötet. Wie der BLICK nun erfahren hat, gibt sie als Tatmotiv «Wut» - primär über sich selbst an.

Freispruch mit Nebenwirkungen

Er habe "immer eine Unterhose an", sagte der St. Galler Anwalt A.F. einst. Doch dann veröffentlichte der Blick wenige Stunden nach der Berufungsverhandlung ein durch ein Fenster aufgenommenes Nacktbild – mutmasslich geschossen von einem ehemaligen Mitarbeiter – und präsentierte es als "Beweis" für Imfelds Unglaubwürdigkeit. Das war kein Zufall, sondern ein gezielter, publizistischer Angriff. Und dennoch steht fest: Imfeld wurde in zwei Instanzen von Schuld und Strafe freigesprochen. Die Justiz…

„Anonyme Enthüllungen – Wie der WEF-Gründer stürzte“

Am Osterwochenende 2025 kam es zu einem der spektakulärsten Brüche in der Geschichte internationaler Organisationen: Klaus Schwab, Gründer und langjähriger Präsident des World Economic Forum (WEF), erklärte völlig überraschend seinen sofortigen Rücktritt. Nur wenige Tage zuvor war beim Stiftungsrat ein anonymer Whistleblower-Brief eingegangen, der schwere Vorwürfe gegen Schwab und seine Familie erhob. Die Folgen waren unmittelbar und heftig - sie führten nicht nur zu einer unabhängigen Untersuchung, sondern erschütterten auch…