In Glarus gibt es Gnade nur auf dem Papier. Im Fall des Treuhänders aus den Jahren 2004 bis 2006 ist das Ermessen äusserst eingeschränkt. Der Fall ist alt, die Haft ist neu – und doch wirkt alles aus der Zeit gefallen. Trotz eines Zeitabstands von fast zwei Jahrzehnten lehnt Glarus den gezielten Teilerlass ab, diskutiert einen orchestriert wirkenden Kommissionsbericht kaum öffentlich und lässt zentrale Fragen bei der Strafanstalt Saxerriet offen.…
Kategorie: Hauptgeschichten
Schriftliches Urteil gegen Vergewaltigungsrichter überfällig
60 Tage, bei komplexen Fällen 90 Tage. Solange hat ein Gericht gemäss StPO Zeit, um ein schriftlich begründetes Urteil zu schreiben. Im Falle des Bündner Vergewaltiungsrichters sind über 300 Tage vergangen. Das hilft nur einem: dem Täter.
Die Rufmörder von der Unia
Die Unia führt in aller Öffentlichkeit eine Kampagne gegen einen Bündner Gastro-Unternehmer, die Medien steigen grossflächig ein und berichten von «massenhaften Beweisen». Wochen später zeigt sich: Die Gewerkschaft
AR: Gefangen im Paradoxon – Wie die Appenzeller Justiz einen Bürger im Stich lässt
Gefangen im Paradox – Wie die Appenzeller Justiz einen Bürger im Stich lässt
Hat sich Turnschuhhersteller «On» verlaufen? Management beharrt auf Schweizerkreuz, Streit eskaliert
Dürfen On-Turnschuhe ein Schweizerkreuz tragen, auch wenn sie in Indonesien oder Vietnam gewertigt werden? Ja, sagt On. Schliesslich werde der Schuh ausschliesslich in der Schweiz entwickelt. Nein, sagen das Institut für Geistiges Eigentum und der Verein Swissness Enforcement. Massgebend sei der Herstellungsort. Jetzt eskaliert der Konflikt.
Absurder Glarner Justiz-Zirkus: Treuhänder soll mehr als 20 Jahre nach der Tat für 18 Monate ins Gefängnis
Der Glarner Landrat berät am Mittwoch über das Begnadigungsgesuch eines Treuhänders. Wird das Gesuch abgelehnt, muss er für 18 Monate ins Gefängnis. Während Begnadigungsgesuche in aller Regel abgelehnt werden, zeichnet der vorliegende Fall allerdings tatsächlich ein sehr zwielichtiges Bild der Glarner Justiz.
„Blocher, Hildebrand und Widmer-Schlumpf“ – ein Zeitdokument über Macht, Moral und miserables Krisenmanagement
Gelesen in einer hellen Polarnacht vor Spitzbergen, schlägt dieses Buch wie kalter Wind ins Gesicht: sauber geschrieben, akkurat, nachvollziehbar — und dennoch aufwühlend. Hermann Lei rekonstruiert die Hildebrand-Affäre nicht als verbeulter Medienmythos, sondern als Kaskade institutioneller Aussetzer, politischer Manöver und persönlicher Eitelkeiten. Wer danach noch meint, die Schweiz sei damals krisenfest gewesen, hat ein anderes Buch in der Hand.
